Island Roadtrip: Die ultimative Route entlang der Ringstraße und ins wilde Hochland
KI-generiertes BildEin Roadtrip auf Islands Ringstraße (Route 1) ist der beste Weg, die vielfältigen Landschaften der Insel zu erleben. Eine klassische Route benötigt mindestens 10 Tage, um die 1.332 Kilometer vorbei an Wasserfällen, Gletschern und Vulkanen zu bewältigen. Für das Hochland ist ein Allradfahrzeug für die F-Straßen erforderlich, die nur im Sommer geöffnet sind.
- Die Ringstraße umrundet Island auf einer Länge von 1.332 Kilometern.
- F-Straßen ins Hochland sind nur für Allradfahrzeuge im Sommer geöffnet.
- Das Wetter in Island ist extrem wechselhaft und oft unvorhersehbar.
- Wildcampen ist in Island bis auf wenige Ausnahmen streng verboten.
Island ist ein Land der Extreme, geschmiedet aus Feuer und Eis. Eine Landschaft, so roh und ursprünglich, dass sie wie von einem anderen Planeten wirkt. Nirgendwo lässt sich diese elementare Kraft intensiver erleben als auf einem Roadtrip. Die Straße wird zum roten Faden, der durch moosbewachsene Lavafelder, vorbei an donnernden Wasserfällen und entlang pechschwarzer Strände führt – eine Reise zum Puls der Erde.
Welche Route ist ideal für einen Island Roadtrip?
Das Herzstück fast jedes Island Roadtrips ist die Ringstraße (Hringvegur), die Route 1. Auf 1.332 Kilometern führt sie einmal komplett um die Insel und verbindet dabei die meisten bewohnten Gebiete und viele der berühmtesten Naturwunder. Sie ist fast vollständig asphaltiert und mit einem normalen Pkw gut befahrbar, was sie zum perfekten Grundgerüst für die Erkundung macht.
Für Reisende mit weniger Zeit oder als Ergänzung zum Start oder Ende der Reise bietet sich der Golden Circle an. Diese etwa 230 Kilometer lange Rundstrecke ab Reykjavík umfasst drei ikonische Sehenswürdigkeiten: den Nationalpark Þingvellir an der Grabenbruchzone der Kontinentalplatten, das Geothermalgebiet Haukadalur mit dem aktiven Geysir Strokkur und den gewaltigen Wasserfall Gullfoss.
Eine klassische Route für zehn Tage folgt der Ringstraße gegen den Uhrzeigersinn. Der Start führt entlang der Südküste mit den Wasserfällen Seljalandsfoss und Skógafoss, den schwarzen Stränden bei Vík und der Gletscherlagune Jökulsárlón. Weiter geht es durch die abgeschiedenen Ostfjorde, bevor im Norden das vulkanisch aktive Gebiet um den See Mývatn und der mächtige Dettifoss warten. Nach einem Stopp in Akureyri, der „Hauptstadt des Nordens“, schließt sich der Kreis über den Westen zurück nach Reykjavík.
Wer das Gefühl von echter Abgeschiedenheit sucht, sollte einen Abstecher in die Westfjorde einplanen. Diese riesige Halbinsel wird von der Ringstraße ausgelassen und erfordert deutlich mehr Zeit. Kurvige Schotterpisten führen entlang dramatischer Fjorde zu Papageitaucher-Klippen und winzigen Fischerdörfern. Eine Reise in die Westfjorde ist eine Reise in ein langsameres, wilderes Island.
Wie viele Tage sollte ein Roadtrip durch Island dauern?
Die Dauer des Roadtrips bestimmt maßgeblich die Tiefe des Erlebnisses. Für eine Umrundung der kompletten Ringstraße sind mindestens 10 Tage einzuplanen. Diese Zeitspanne erlaubt es, die Hauptsehenswürdigkeiten ohne übermäßige Eile zu besuchen und täglich realistische Fahretappen von drei bis vier Stunden zurückzulegen. So bleibt genug Puffer für spontane Stopps, kurze Wanderungen und die Unwägbarkeiten des isländischen Wetters.
Ein kürzerer Trip von sieben Tagen ist ebenfalls möglich, zwingt aber zu Kompromissen. Statt der vollen Umrundung konzentriert sich eine solche Route typischerweise auf den Golden Circle und die spektakuläre Südküste bis zur Gletscherlagune Jökulsárlón und zurück. Dies deckt viele Highlights ab, lässt aber den vielfältigen Norden und Osten komplett aus. Der Versuch, die gesamte Ringstraße in einer Woche zu befahren, führt zu extrem langen Tagen im Auto und hinterlässt kaum Zeit, die Orte wirklich zu erleben.
Das ideale Zeitfenster für einen umfassenden Island Roadtrip liegt bei 14 bis 21 Tagen. Zwei Wochen bieten genug Zeit, um die Ringstraße in einem entspannten Tempo zu bereisen und zusätzlich die Halbinsel Snæfellsnes, bekannt als „Island im Miniaturformat“, zu erkunden. Mit drei Wochen im Gepäck öffnen sich die Tore zu den abgelegenen Westfjorden oder für mehrtägige Wanderungen im Hochland.
Ein häufiger Fehler ist die Unterschätzung der Fahrzeiten. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf der Ringstraße beträgt 90 km/h, doch Wetter, Straßenbedingungen oder Schafe auf der Fahrbahn können das Tempo erheblich drosseln. Eine großzügige Zeitplanung ist der Schlüssel zu einem sicheren und genussvollen Abenteuer.
Was ist die beste Reisezeit für einen Island Roadtrip?
Die „beste“ Reisezeit für Island existiert nicht – es gibt nur verschiedene Versionen der Insel, die jeweils ihren eigenen, unverwechselbaren Charakter haben. Die Wahl hängt ganz von den persönlichen Prioritäten ab, sei es die Mitternachtssonne oder das tanzende Nordlicht.
Der Sommer (Juni bis August) ist die beliebteste Reisezeit. Die Tage sind endlos lang, gipfelnd in der Mitternachtssonne rund um die Sommersonnenwende. Die Natur erstrahlt in saftigem Grün, Lupinenfelder blühen lila, und die Temperaturen sind am mildesten. Entscheidend ist: Nur in diesen Monaten sind die Hochlandpisten (F-Straßen) geöffnet und machen das Herz der Insel zugänglich. Dies ist die Zeit für ausgedehnte Wanderungen und das volle Programm an Outdoor-Aktivitäten, aber auch die Zeit der höchsten Preise und der meisten Besucher.
Der Winter (November bis März) verwandelt Island in eine Märchenlandschaft aus Schnee und Eis. Die Tage sind kurz und das Licht ist magisch. Dies ist die Hochsaison für die Jagd nach den Nordlichtern (Aurora Borealis) und den Besuch von natürlich geformten Eishöhlen in den Gletschern. Die Kehrseite sind herausfordernde Fahrbedingungen, viele gesperrte Straßen und eine eingeschränkte Auswahl an Aktivitäten. Winter-Roadtrips erfordern sorgfältige Planung und Flexibilität.
Die Übergangszeiten im Frühling (April, Mai) und Herbst (September, Oktober) bieten einen attraktiven Kompromiss. Die Menschenmassen lichten sich, die Preise für Mietwagen und Unterkünfte sinken. Im Frühling erwacht die Natur zu neuem Leben und die Zugvögel kehren zurück. Der Herbst besticht durch intensive Farben, die erste Chance auf Nordlichter bei noch relativ milden Bedingungen und das Sammeln der Schafe (Réttir). Das Wetter ist in diesen Monaten besonders unbeständig, es ist mit allem von Sonnenschein bis Schneesturm zu rechnen – was auch ein Thema beim Reisen in der Regenzeit ist.
Welches Fahrzeug ist für Islands Straßen notwendig?
Die Wahl des richtigen Fahrzeugs ist eine der wichtigsten Entscheidungen bei der Planung. Für Reisende, die ausschließlich auf der asphaltierten Ringstraße und den gut ausgebauten Nebenstraßen bleiben, ist ein normaler Klein- oder Mittelklassewagen (2WD) in den Sommermonaten absolut ausreichend. Er ist sparsamer im Verbrauch und günstiger in der Miete.
Ein Fahrzeug mit Allradantrieb (4x4) wird zwingend erforderlich, sobald das Abenteuer ins isländische Hochland führen soll. Die Zufahrt dorthin ist ausschließlich über die sogenannten F-Straßen (Fjallvegir) gestattet, bei denen es sich um unbefestigte Schotter- und Geröllpisten handelt. Das Befahren dieser Pisten mit einem normalen Pkw ist nicht nur verboten, sondern auch extrem gefährlich und vom Versicherungsschutz ausgenommen. Ein 4x4 bietet zudem im Winter auf schneebedeckten Straßen deutlich mehr Sicherheit und Stabilität.
Campervans und Wohnmobile erfreuen sich großer Beliebtheit, da sie maximale Flexibilität versprechen und Übernachtungskosten sparen können. Sie bieten eine mobile Basis für die Erkundung der Insel. Nachteile können der höhere Mietpreis, der größere Spritverbrauch und die Anfälligkeit für die berüchtigten isländischen Winde sein. Zudem ist das Übernachten nur noch auf ausgewiesenen Campingplätzen erlaubt.
Unabhängig vom Fahrzeugtyp ist der Abschluss der richtigen Versicherungen unerlässlich. Eine Gravel Protection (GP), die vor Steinschlagschäden auf Schotterpisten schützt, ist quasi obligatorisch. In wüstenähnlichen Gebieten im Süden und im Hochland ist zusätzlich eine Sand and Ash Protection (SAAP) gegen Schäden durch Sand- und Aschestürme dringend zu empfehlen, da diese von Standardversicherungen nicht abgedeckt werden.
Was sind die größten Herausforderungen und wie lassen sie sich meistern?
Die größte Variable auf einem Island Roadtrip ist das Wetter. Es kann sich binnen Minuten ändern, von strahlendem Sonnenschein zu heftigem Sturm mit Regen oder Schnee. Die Lösung liegt im Zwiebelprinzip: Mehrere dünne Schichten Kleidung, die je nach Bedarf an- oder ausgezogen werden können. Eine wasser- und winddichte äußere Schicht ist dabei unverzichtbar. Packen ist eine Kunst, die in Island über das Wohlbefinden entscheidet, daher lohnt sich ein Blick auf eine gute Packliste Fernreise.
Die isländischen Straßen bergen ebenfalls ihre Tücken. Neben Schafen, die plötzlich die Fahrbahn kreuzen, sind es vor allem einspurige Brücken und unübersichtliche Kuppen („blindhæð“), die volle Aufmerksamkeit erfordern. Das Fahren abseits markierter Straßen ist strengstens verboten, da es die empfindliche Vegetation für Jahrzehnte zerstört und mit hohen Strafen geahndet wird. Die Geschwindigkeitsbegrenzungen wirken vielleicht niedrig, sind aber den Bedingungen absolut angemessen.
Island ist ein Hochpreisland. Die Kosten für Verpflegung, Tanken und Aktivitäten können das Budget schnell sprengen. Eine effektive Strategie ist die Selbstversorgung. Ein Einkauf in den größeren Supermärkten in Reykjavík oder Akureyri für die kommenden Tage schont den Geldbeutel erheblich. Leitungswasser ist von exzellenter Qualität und kann überall bedenkenlos getrunken und in wiederverwendbare Flaschen abgefüllt werden. Die Vorbereitung ist hierbei alles, ähnlich wie beim Rucksack richtig packen für eine lange Tour.
An den berühmtesten Sehenswürdigkeiten kann es besonders im Sommer sehr voll werden. Solchem Andrang lässt sich durch einen Besuch der Orte zu unüblichen Zeiten entgegenwirken. Dank der Mitternachtssonne kann ein Besuch des Seljalandsfoss oder der Gletscherlagune um 22 Uhr ein magisches und einsames Erlebnis sein. Eine frühzeitige Buchung von Unterkünften, insbesondere außerhalb der Hauptorte, ist unerlässlich, da die Kapazitäten begrenzt sind.
Welche Abenteuer abseits der Ringstraße lohnen sich besonders?
Das wahre Abenteuer beginnt oft dort, wo die asphaltierte Straße endet. Das isländische Hochland ist eine solche Welt für sich. Die bunten Rhyolithberge und natürlichen heißen Quellen von Landmannalaugar sind ein unvergesslicher Anblick. Das Tal Þórsmörk, eingebettet zwischen drei Gletschern, gilt als eines der spektakulärsten Wandergebiete des Landes. Beide Ziele erfordern ein hochlandtaugliches 4x4-Fahrzeug und Erfahrung im Durchqueren von Flüssen ohne Brücken.
Die Westfjorde sind der Inbegriff des unberührten Islands. Diese riesige, zerklüftete Halbinsel im Nordwesten belohnt Reisende, die den langen Weg auf sich nehmen, mit atemberaubender Einsamkeit. Hier finden sich die Vogelklippen von Látrabjarg, der westlichste Punkt Islands, wo im Sommer tausende Papageitaucher nisten, und der majestätische Wasserfall Dynjandi. Die Fahrt durch die Fjorde selbst ist das eigentliche Highlight.
Auch direkt an der Ringstraße gibt es lohnende Abstecher. Die Halbinsel Tröllaskagi im Norden bietet eine der schönsten Küstenstraßen Islands, die sich zwischen Siglufjörður und Dalvík an steilen Bergen entlangschlängelt. Im Westen fasst die Halbinsel Snæfellsnes mit dem Gletschervulkan Snæfellsjökull, Basaltsäulen und malerischen Fischerdörfern die Vielfalt Islands auf kleinem Raum zusammen.
Für Wanderbegeisterte bietet Island unzählige Möglichkeiten, von kurzen Spaziergängen zu Wasserfällen bis hin zu anspruchsvollen Mehrtagestouren. Der berühmteste Weitwanderweg ist der Laugavegur, der auf 55 Kilometern von Landmannalaugar nach Þórsmörk führt. Die Erfahrung, durch solch eine einzigartige Landschaft zu wandern, ist unvergleichlich, ähnlich wie eine Levada Wanderung Madeira auf einer anderen Vulkaninsel.
Wie wird sich auf Island nachhaltig und verantwortungsvoll verhalten?
Islands Natur ist ebenso spektakulär wie fragil. Das Ökosystem, insbesondere das isländische Moos, ist extrem empfindlich. Es wächst nur wenige Millimeter pro Jahr und kann Jahrzehnte oder länger brauchen, um sich von Trittspuren oder Reifenspuren zu erholen. Das oberste Gebot lautet daher: Immer auf den markierten Wegen bleiben. Dies gilt sowohl beim Wandern als auch beim Parken.
Das Fahren abseits befestigter Straßen und Pisten („Offroad-Fahren“) ist nicht nur eine schlechte Idee, sondern strengstens illegal und wird mit empfindlichen Geldstrafen geahndet. Die tiefen Spuren zerstören die Vegetation und die Landschaft nachhaltig. Respekt vor privatem Eigentum ist ebenso wichtig; Weideland sollte nicht ohne Erlaubnis betreten oder befahren werden.
Eine großartige Orientierungshilfe bietet der „Icelandic Pledge“, eine Initiative, die Reisende zu verantwortungsvollem Verhalten ermutigt. Die Kernpunkte umfassen das Versprechen, die Natur unberührt zu hinterlassen, sicher zu reisen, niemals abseits der Straße zu fahren und nur auf ausgewiesenen Plätzen zu campen. Es ist ein Ehrenkodex, der hilft, die Schönheit der Insel für zukünftige Generationen zu bewahren.
Nachhaltigkeit zeigt sich auch im Kleinen. Die Nutzung einer wiederverwendbaren Trinkflasche reduziert Plastikmüll. Die Unterstützung lokaler Unternehmen – sei es durch den Kauf von Wollpullovern direkt vom Hersteller, das Essen in kleinen Familienrestaurants oder die Buchung von Touren bei lokalen Anbietern – sorgt dafür, dass das Geld bei den Menschen ankommt, die in diesen oft abgelegenen Regionen leben und arbeiten.
Häufige Fragen
Ist Wildcampen in Island erlaubt?
Nein, Wildcampen mit Zelten, Campervans oder Wohnmobilen ist in Island grundsätzlich verboten, um die fragile Natur zu schützen. Das Übernachten ist nur auf offiziell ausgewiesenen Campingplätzen gestattet. Zuwiderhandlungen werden kontrolliert und können teuer werden.
Wird Bargeld in Island benötigt?
Kaum. Island ist eine der bargeldlosesten Gesellschaften der Welt. Kredit- und Debitkarten werden selbst für kleinste Beträge fast überall akzeptiert, von der Tankstelle bis zum Hotdog-Stand. Eine kleine Menge Bargeld für Notfälle oder entlegene Farmen schadet jedoch nicht.
Wie gefährlich sind die F-Straßen wirklich?
Die Schwierigkeit variiert stark. Einige F-Straßen sind gut befahrbare Schotterpisten, während andere mehrere, teils tiefe Flüsse ohne Brücken durchqueren. Besonders die Flussdurchquerungen erfordern Erfahrung, ein geeignetes Fahrzeug und die Kenntnis des aktuellen Wasserstandes. Unerfahrene sollten geführte Touren in Betracht ziehen oder sich auf die einfacheren Pisten beschränken.
Lassen sich Nordlichter im Sommer sehen?
Nein, im Sommer ist das Beobachten von Nordlichtern unmöglich. Von etwa Mai bis Mitte August wird der Himmel durch die Mitternachtssonne nie vollständig dunkel. Die besten Chancen auf eine Sichtung bestehen von September bis April, wenn die Nächte lang und dunkel sind.
Was genau ist der Golden Circle?
Der Golden Circle ist eine populäre, rund 230 Kilometer lange Touristenroute im Südwesten Islands, die von Reykjavík aus leicht an einem Tag befahren werden kann. Sie verbindet drei der bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Landes: den Nationalpark Þingvellir, das Geothermalgebiet Geysir und den Wasserfall Gullfoss.
Dieser Artikel wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell aufbereitet. Preise, Einreise- und Gesundheitsbestimmungen ändern sich: vor der Reise aktuelle Angaben beim Auswärtigen Amt prüfen. Stand: September 2026.


